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In der Emigration nahm Käthe Braun-Prager eines Abends ein Stück Kohle aus dem Feuer und fing das erste Mal in ihrem Leben zu malen an, sie war zu dieser Zeit bereits über 50 Jahre alt. Viele Bilder sind von ihr in diesem Jahren entstanden, wie "Zwei russische Bäuerinnen" und "Pariser Grisette", auch arbeitete sie gerne mit Plastilin. Ihre Freundin Ella Iranyi selbst Malerin, war zu dieser Zeit verschollen und die Geschwister Braun dachten, daß die aus dem Leben gerissene edle Künstlerin ihr einziges Eigentum, die Malkunst, Käthe Braun-Prager geheimnisvoll vererbt habe. Sicherlich hat ihr diese künstlerische Form über die schwere Zeit hinweggeholfen.Käthe Braun-Prager stellte ihre Bilder in Kollektivausstellungen in Österreich und in anderen Ländern aus. Das Bundesministerium für Unterricht sowie die Österreichische Galerie in Wien haben einige ihrer Bilder erworben. Felix Braun äußerte sich über die Bilder seiner Schwester. "Wer diese Blätter betrachtet, könnte schwerlich angeben, woher sie stammten. Kein Vorbild, kein Meister wird an ihnen ergründbar (..). Es sind Gedichte, dargestellt durch ein anderes Mittel." Es entstanden Bilder über Menschen im KZ, in Gefangenschaft, den Folterknecht, den Gauleiter etc. sowie den Erfinder der Atombombe, dessen kahler Schädel selbst die Form der Bombe hat, sowie Themen aus dem Alten und Neuen Testament. In meinem Besitz sind ca. 150 Zeichnungen von Käthe Braun-Prager (ungerahmt und gerahmt), die ich aber nicht alle in die Homepage stellen konnte. Einige Bilder sind leider durch die vielen Transporte leicht beschädigt worden. Bei vielen Bildern konnte ich die Titel nicht in Erfahrung bringen, doch werde ich diesbezüglich noch recherchieren (Maße o. Paßpartout).
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